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Der Fotograf und Fine-Art Printer Martin Diesch aus Lübeck lichtet seine Motive mit einer historischen Plattenkamera auf Glas- und Aluminiumplatten ab. Diese verarbeitet er im Cyanotypie- oder im Silbergelatineverfahren weiter. 

 

 Insbesondere arbeitet er zu den Themen Kurzlebigkeit - Langlebigkeit, Vergänglichkeit - Beständigkeit, Imperfektion - Perfektion und Natürlichkeit - Artifizialität.

 

DAS KOLLODIUM-VERFAHREN

Dieses fotografische Verfahren wurde 1851 von Frederick Scott Archer erfunden. Dabei wird mittels Collodium ein Trägermaterial wie Glas oder geschwärztes Aluminium im Gießverfahren beschichtet. Anschließend wird die so beschichtete Platte in eine Silbernitratlösung gelegt und nach dieser Sensibilisierung mit einer Plattenkamera belichtet. Nach der Belichtung wird die Platte chemisch entwickelt und fixiert. Bei diesem letzten Schritt tritt das Bild erstmals sichtbar zu Tage. 

Da die beschichtete Platte während des gesamten Prozesses feucht gehalten wird, nennt man dieses Verfahren auch das Nassplatten-Collodium-Verfahren. Die auf Glas belichteten Fotografien lassen sich als sogenannte Negative in Kontaktprintverfahren, wie etwa im Cyanotypie- oder im Silbergelatineverfahren vervielfältigen.